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RANDI e. V.
Partnerschaft mit indischen Dalits

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Bala-Bata-Förderschulen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Projekte

  • verbessern die Chancen der Kinder in den staatlichen Schulen
  • verringern die Zahl der Schulabbrecher
  • wirken gegen Kinderarbeit
  • helfen den Kreislauf der Armut zu durchbrechen

Es gibt inzwischen über 6.000 Bala-Bata-Schulen, die zum größten Teil durch die Betty-Huber-Stiftung unterstützt werden. In jeder Bala-Bata-Förderschule werden 20 bis 40 Kinder betreut. Ausführliche Infos gibt es unter: www.bala-bata.de.

Mit 45 € kann eine Bala Bata ein Jahr lang finanziert werden.
Bis zu 40 Kinder werden dadurch gefördert. Selbst kleinere Beträge können viel bewirken.

„RANDI e.V.“ unterstützt 13 Partnerschafts-Bala-Batas mit Hilfe unserer Partnerschule, der Grundschule Aglasterhausen.

Dalit-Kinder haben es immer noch schwer in den staatlichen Schulen. Sie werden heute weniger direkt  diskriminiert, früher mussten sie z. B. abseits, ganz hinten im Klassenzimmer sitzen und die Toiletten reinigen oder den Schulhof fegen. Allerdings werden sie häufig immer noch ungerecht behandelt. Bei den Hausaufgaben können sie von den Eltern, die meist Analphabeten sind, nicht unterstützt werden. Ihre Schulleistungen sind daher oft schlecht. Die Bala-Bata-Schulen leisten hier einen wichtigen Ausgleich.

Vor Beginn der staatlichen Schule und nach Schulende besuchen die Dalit-Kinder die  Bala-Bata-Förderschulen. Dort können sie Fragen zu den Hausaufgaben stellen und Übungsaufgaben machen. Schwächeren Schüler*innen wird geholfen. Die meist jungen Bala-Bata-Lehrerinnen und Lehrer gehen respektvoll mit den Kindern um. Mit großem Engagement und mit der Überzeugung, dass sie etwas für eine bessere Zukunft leisten, gehen sie an ihre Arbeit.

In den Bala-Bata-Förderschulen wird den Kindern nicht nur Schulwissen vermittelt, sondern sie lernen auch Stocktänze und Lieder. In Theaterspielen beschäftigen sie sich mit der Situation der Dalits und mit ihren Erlebnissen. Sie lernen etwas über Hygiene und Sauberkeit und werden ermutigt mit ihren Müttern zusammen Küchengärten anzulegen. 

Durch die Bala-Bata-Förderschulen ist die Zahl der Schulabbrecher*innen drastisch gesunken. Mit Hilfe der Bala-Bata-Förderschulen erhalten inzwischen etwa 60% der Kinder einen Platz in einem staatlichen Internat. Diese Internate sind speziell für Dalits und Adivasi. Unterricht, Unterbringung, Verpflegung und Kleidung sind kostenlos.

DOs – Development Organizers – die Bala-Bata-Betreuer*innen

Die meisten Bala-Bata-Förderschulen werden von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse als „Lehrer*innen" betreut. Diese jungen Dalits sind sehr motiviert und engagiert. Sie unterstützen die Kinder bei den Hausaufgaben. Sie bringen ihnen Lieder und Tänze bei und lockern die Bala-Bata-Stunden mit Spiel und Sport auf. Auch die Eltern werden mit einbezogen. So tragen die Bala Batas nicht nur zur Schulbildung der Kinder bei, sondern fördern auch die Dorfentwicklung. Die Bala-Bata-Lehrer*innen, werden daher zu Recht als Development Organizer (DOs) bezeichnet. Ziel der DOs ist es, „ihre“ Bala-Bata-Kinder so zu fördern, dass sie in den staatlichen Schulen gute Leistungen bringen und nach der 4. Klasse die Aufnahmeprüfung in ein staatliches Internat bestehen.

Die Bala-Bata-Organisation

Die Organisation der Bala-Bata-Förderschulen erfolgt durch die Belegschaft von CARDS, mit Regionalleitern auf verschiedenen Ebenen. In der Regel ist ein Leiter für 30 Bala Batas verantwortlich. CARDS-Mitarbeiter*innen besuchen die Bala Batas regelmäßig und sind für die DOs auch telefonisch zu erreichen. Sie führen Schulungen durch und organisieren regionale und überregionale Treffen. Sie informieren über die vielfältigen Bildungsangebote von CARDS und motivieren DOs und Bala-Bata-Schüler*innen diese in Anspruch zu nehmen.

Die Bala-Bata-Bewegung

Bis jetzt gibt es in etwa 15 bis 20% der Dörfer in Andhra Pradesh und Telangana Bala-Bata-Förderschulen. 6.000 Bala Batas mit durchschnittlich 30 Kindern = 180.000 Kinder. Das ist eine beeindruckende Zahl. In vielen Dörfern warten schon Jungen und Mädchen darauf, dass auch bei ihnen eine Bala-Bata-Förderschule gegründet wird. Hierfür sind etwa 45 € pro Jahr erforderlich. Der Betrag ist so niedrig, weil zusätzlich etwa 100 € pro Jahr und Bala Bata an unentgeltlichen Leistungen und indischen Spenden erbracht werden. 

Der Bala-Bata-Newsletter

Die Bala-Bata-Bewegung zieht immer weitere Kreise. Dazu trägt auch der Bala-Bata-Newsletter bei, der mehrmals pro Jahr in den Dörfern verteilt wird. Bala-Bata-Kinder, DOs, Eltern, Grundschullehrer und CARDS-Mitarbeiter berichten dort über ihre Erfahrungen. Die Beiträge im Newsletter werden vorgelesen und besprochen. Auch gesellschaftliche und geschichtlich relevante Themen werden aufgegriffen. So gibt es beispielsweise eine Fortsetzungsreihe zu Dr. B.R. Ambedkar. Die aktuellen Newsletter kann man sich auf der Seite der Betty Huber Stiftung anschauen.

Für die DOs und Schüler*nnen ist der Bala-Bata-Newsletter ein Forum, in dem auch sie selbst zu Wort kommen, auch Eltern haben die Möglichkeit ihre Meinung zu äußern. Die jungen Dalits werden dadurch angeregt, sich Gedanken über ihre eigene Situation zu machen, werden in die Diskussion eingebunden und dazu angeregt, Verantwortung zu übernehmen.

Die "BEST-Clubs"

"BEST" steht für "Bala-Bata-Empowered-Students". In den "BEST-Clubs" wird die Bala-Bata-Idee weitergetragen. Mitglieder der "BEST-Clubs" sind ehemalige Bala-Bata-Kinder in den Internaten; Erwachsene, die dank der Bala Batas eine Ausbildung absolvieren konnten und im Beruf stehen, sowie auch interessierte Erwachsene, die die Bala-Bata-Bewegung unterstützen wollen. Die Mitglieder der "BEST-Clubs" unterstützen Schüler*innen, die neu in eine Internatsschule kommen. Die "BEST-Clubs" helfen bei Problemen, finden Antworten auf Fragen, unterstützen bei der Organisation von Sportfesten und vieles mehr.


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